Was mein Sauna-Besuch mit Deinem Fokus zu tun hat

Ich habe volles Verständnis dafür, wenn Du denkst: „Na, da bin ich jetzt aber gespannt, Barbara, wie Du hier die Kurve kriegst!“

In wenigen Minuten wird Dir klar sein, worauf ich hinaus will.

Gestern Nachmittag habe ich mich gerade genüsslich auf meiner Lieblings-Sauna-Bank ganz oben links ausgestreckt. Meine Augen sind geschlossen und mein Gehirn beginnt gerade, die ersten Sätze für meinen heutigen Blog-Beitrag zu formulieren. Ein Vorgang, der sich nach vielen allsamstäglichen Sauna-Besuchen bei mir automatisiert hat.

Manchmal muss ich dabei an die Schamanen und ihre Schwitzhütten denken. Bei denen scheint das Procedere ähnlich zu funktionieren. Aber das ist eine andere Geschichte…

Ich setze mich also hin, schließe die Augen und verfalle augenblicklich in einen Trance-ähnlichen Zustand. Ich entspanne mich und schon nach ein paar Minuten beginnt mein Gehirn in der Meditation munter drauf los zu produzieren. Ich lasse ihm freien Lauf, denn ich möchte einen guten Artikel schreiben.

Nachdem sich die ersten Sätze geformt haben und ich noch tiefer in meine Entspannung hineingleite, öffnet sich die Tür der Kabine und ich nehme unterschwellig wahr, dass sich ein neuer Sauna-Besucher eingefunden hat.

„Entschuldigen Sie bitte, aber ich behalte meine Latschen in der Saune immer an!“ Die Frau spricht schnell und laut und atmet schwer, während sie auf ihren Platz klettert.

Ich bin raus. Mein Gehirn fragt sich sofort, was ich mit dieser Information anfangen soll. „Kein Problem“, murmele ich in der Hoffnung, dass ich nun zurückkehren kann in meine eigenen Sphären.

„Es ist nämlich so, dass es manchmal Leute gibt, die sich darüber aufregen, dass ich meine Latschen anbehalte“, bemüht sich die Frau, mir ihr Verhalten zu erklären.

„Tun Sie, was immer Sie möchten“, antworte ich ihr widerwillig. „Mich stört das nicht“. Hoffentlich kommt sie jetzt zur Ruhe, denke ich.

Aber sie ist noch nicht fertig mit mir. „Es ist mir nämlich schon passiert, dass mich andere Sauna-Besucher darauf aufmerksam machten, dass die Sauna-Latschen PVC-Ausdünstungen verursachen. Und diese sollen ja angeblich Krebs fördernd sein. Außerdem bin ich im Urlaub einmal hingefallen, weil ich keine Latschen in der Sauna getragen habe.“

Wahrscheinlich muss sie sich dringend etwas von der Seele reden. Sonst wird sie sich nicht mehr entspannen können und wir werden beide keine Ruhe bekommen. Ich bin still und sage nichts.

In die Stille hinein, die ein paar Sekunden lang angehalten hat, fährt sie im gleichen hektischen Tonfall fort: „Und meine Freundin“, sie atmet bei diesen Worten tief ein, „meine Freundin hat einen Sohn. Und dieser Sohn besucht auch das Fitness-Studio hier. Meine Freundin regt sich immer darüber auf, dass er nach dem Training nicht duscht, sondern direkt danach in die Sauna geht.“ Sie verzieht das Gesicht. „Wie eklig das ist! So viele Menschen mit mangelnder Körperhygiene. Was ich mir hier alles für Krankheiten einfangen kann. Das stelle ich mir jedes Mal vor, wenn ich hier in die Sauna gehe.“

An dieser Stelle stehe ich auf und beende den Sauna-Gang.

Nachdem meine Verärgerung unter der eiskalten Dusche allmählich abklingt, bin ich meiner Sauna-Freundin sogar dankbar für diese Szene.

Sie hat mir einen prima Einstieg in meinen Artikel geliefert!

Ich frage mich nämlich, ob sich diese Frau jemals in der Sauna entspannen können wird. Mit welchen Gedanken wird sie die Sauna heute verlassen? Wie sehr hat sie sich erholt? In welcher Erwartung wird sie nächste Woche hierher kommen?

Deine Energie folgt Deiner Aufmerksamkeit

Wenn Du Deine Gedanken, Deine Aufmerksamkeit auf die negativen Aspekte, auf alles was Dir nicht gelingt oder nicht gelungen ist, richtest, dann folgt Deine Energie Deiner Aufmerksamkeit nach. Auf pessimistische oder negative Gedanken über ein Thema in Deinem Leben folgt Ärger und Frustration.

Und ohne, dass Du es vielleicht bewusst wahrnimmst, drehst Du Dich immer tiefer hinein in eine Spirale aus negativen Gedanken und Gefühlen, die Dich immer weiter herunterziehen. Am Ende fühlst Du Dich gelähmt und unfähig, konstruktiv zu denken und zu handeln.

Umgekehrt funktioniert das Prinzip natürlich genauso.

Sobald Du Deine Aufmerksamkeit auf das bisher Erreichte richtest, lösen diese Gedanken positive Gefühle in Dir aus. Du bist motiviert zum Weitermachen. Wenn Du dankbare Gedanken hast für alles, was Du bist, bereits hast und tun darfst, fühlst Du Dich optimistisch und Dein Tatendrang steigt.

Du wirst immer zufriedener, begeisterter und leidenschaftlicher.

Wenn Du Deine Aufmerksamkeit auf die guten Dinge in Deinem Leben konzentriert hältst, hast Du genug Energie, um dich täglich auf Deine Arbeit und Deinen Erfolg zu fokussieren. Du kannst alles, was noch nicht perfekt ist, besser annehmen und akzeptieren. Dein Leben fühlt sich richtig und sinnvoll an.

Dein Fokus entscheidet über Deinen Erfolg als Künstler

Worauf fokussierst Du Dich?

Stelle Dir zunächst die Frage, was für Dich besonders wichtig ist. Wo willst Du hin? Was sind Deine Ziele und Visionen?

Arbeite heraus, welche Deiner Aufgaben, die Du tagtäglich erledigst, Dich wirklich weiterbringen. Weiterbringen bedeutet: Sie bringen Dich einen Schritt näher an Dein Ziel heran.

Denn Achtung: Alles was Dich nicht näher an Dein Ziel heranbringt, entfernt Dich automatisch von Deinem Ziel. Warum ist das so? Wenn Du die Komponente Zeit berücksichtigst, stellst Du fest, dass Dich auch das Nichts tun bzw. das Unterlassen bestimmter Aufgaben von Deinem Ziel entfernen. Einfach dadurch, dass Lebenszeit ungenutzt oder für die falschen Tätigkeiten verstreicht.

Machst Du lieber erst ein Nickerchen, anstatt endlich die längst überfällige Buchhaltung zu erledigen, so verschiebt sich der Zeitpunkt, an dem Du Dich wieder unbeschwert und frei Deiner Kunst zuwenden kannst, erneut ein Stück in die Zukunft.

Kunst produzieren ist Deine Kernkompetenz als Künstler. Wenn Du als Künstler erfolgreich bist, ist das Schaffen Deiner Kunst nicht nur die elementarste Lebensaufgabe für Dich, die Produktion von Werken ist auch Deine wichtigste Einkommen produzierende Maßnahme.

Kurz gesagt, das Nickerchen kann Dich richtig Geld kosten.

Also, worauf fokussierst Du Dich?

Es gibt darauf ein paar weitreichende Antworten, bezogen auf Deine Ziele und Visionen.

Es gibt aber auch ein paar Antworten, die sich auf Deine unmittelbare Tages- und Wochen-Planung beziehen.

Hier 5 Fragen, die Du Dir stellen kannst:

  1. Wer möchte ich in 5 Jahren sein und was möchte ich in 5 Jahren tun?
  2. Wo sehe ich mich genau in einem Jahr? Was möchte ich bis dahin verändert haben/erreicht haben?
  3. Welche meiner Aufgaben sind die wichtigsten, um an mein Ziel zu gelangen?
  4. Welche 3 Schritte sind die wichtigsten für heute?
  5. Gibt es Dinge, die ich ersatzlos streichen oder die ich künftig delegieren kann?

Achte beim Aufschreiben auf Deine Formulierungen. Formuliere positiv und so, als wäre das Gewünschte bereits eingetreten.

Beispiel: Bis spätestens 31. Dezember 20.. habe ich meine Traum-Galerie gefunden.

Dann kannst Du alle Schritte auflisten, die für die Erreichung dieses Zieles erforderlich sind.

Ich wünsche Dir den maximalen Erfolg auf Deinem Weg, denn:

Die Welt braucht genau Dich und Deine Kunst!

Deine Barbara

 

P.S. Bitte schreibe mir Deine Fragen, Anregungen und Meinungen in den Kommentar.

Vielleicht möchtest Du auch Deine eigenen Erfahrungen zum Thema mit mir teilen. Ich freue mich und bin gespannt.

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